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2010: Einiges über Kirchentreppen

Im Pfarrbrief 106 (Mai 2010) steht auf S. 8/9 folgender Beitrag:

Wer erinnert sich nicht an den letzten langen und schneereichen Winter - und wie beschwerlich und gefährlich es war, sich den Treppen an den beiden Aufgängen und zur Antoniuskirche zu nähern: Unten lauerte Glatteis und hoch oben an der Dachrinne hingen schwere Eiszapfen ...
Am Rathaus hätte man Warnschilder aufgestellt und auf den Klimawandel gesetzt. Nicht so bei uns und schon gar nicht im Blickfeld von Erhard Torzynski!

Für den hinteren Aufgang mit seiner „kleinen Treppe“ musste eine Überdachung her: Nur sie kann den Zugang künftig trocken halten und vor allem Schutz vor herabfallenden Ästen und Eiszapfen bieten.
Deshalb kamen leichte Alu-Profile und Plexiglas-Tafeln nicht in Betracht. Vielmehr wurden als Trägerkonstruktion großformatige alte Wasserleitungsrohre verwendet, die miteinander verschweißt und am Mauerwerk verankert wurden. Darauf ein Holzdach, als Dachdeckung rotbraune Bitumenschindeln aufgebracht - und fertig, sagte Herr Torte.

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Die Baustelle "vordere Treppe" am 19.4. 2010
 
Die fertiggestellte "hintere" Treppe am 9.4. 2010
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Fast fertig: Die Baustelle "vordere Treppe" am 25.4. 2010
 
Baustellen-Panorama aus einiger Entfernung am 19.4. 2010

Mehr im Blickfeld aller Kirchenbesucher und auch der Anwohner war aber die Baustelle an der "großen Treppe" zum Kirchenzugang: Einige Treppenstufen hatten sich dort durch Frosteinwirkung so weit abgesenkt, so dass auch zusätzliches Geländer nicht mehr geholfen hätte.
Vor dem Anlegen neuer Betonfundamente mussten die Treppenstufen aber erst „herausgenommen“ werden. Bei den meterlangen Einzelstufen macht das sonst ein Kran und dann kommt die Betonpumpe …
"Die alten Pharaonen hatten so was auch nicht", meinte Erhard Torzynski dazu nur. Er kam auf seine Art auch voran: Immer abschnittsweise und mit Hebelkraft - das musste reichen. Nur beim Wiedereinbau der Stufen wurden einige Männer gebraucht. In den Untergrund versenkt wurden zuvor an die 25 Säcke Fertigbeton, jeder mit 40 kg, vom Baumarkt geholt, mit Wasser angerührt und ausgebracht.
Wo anderswo mehrere Gewerke mit vielen Leuten und Fahrzeugen angerückt wären, besorgte das bei uns ein Einziger: Mit handwerklichem Verstand und einer gut sortierten Werkstatt, in der man nichts einfach wegschmeißt.

Trotzdem ahnt er: Viele latschen drüber und merken nichts.

Manche grübeln: Hat Erhard Torzynski mit dem kleinen Dach für die große Überdachung vorne geübt? Klar ist aber: Diese ist nichts mehr für "nebenbei" ...

Die Gemeinde bedankt sich herzlich bei Herrn Torzynski und alle hoffen, dass seine Gesundheit nicht zu sehr unter den schweren Arbeiten gelitten hat!

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