Eigenes Fenster !
X  dieses Fenster schliessen

20.3. 2011: Besinnungsvormittag

Am 20. 03. 2011, am 2. Fastensonntag, konnten wir mit großer Freude den em. Herrn Weihbischof Wolfgang Weider wieder in der Antoniuskirche begrüßen.

Zum Thema:
"Wir möchten Jesus sehen und können es: In Turin und Manopello"

Etwa 40 Gemeindemitglieder waren gekommen. Um 8 Uhr feierten wir zusammen die Heilige Messe. In seiner Predigt ging der Weihbischof schon auf das Thema ein. Er sagte u.a. „ Wir suchen Gottes Angesicht und streben zum Licht. Das Wichtigste für uns Menschen ist das Angeschaut werden. Anschauen bewirkt, dass unser Herz geöffnet wird." Nach der Messe konnten wir einen guten Kaffee trinken und leckeres Gebäck essen, was in der Fastenzeit doppelt so gut schmeckte.
Der Weihbischof äußerte sich über den ersten Eindruck, den er bereits vor dem Betreten der Kirche hatte. Ihm hat die Meditation zum Evangelium im Schaukasten sehr gut gefallen - auch die Vorsängerin, Frau Hadrich. Wörtlich sagte er: "Man merkt sehr genau, das hier ein guter Pfarrer lange Jahre in der Gemeinde ist. Es ist einfach stimmig!"

Seinen Vortrag gliederte er in 3 Themen:
1. Das Angesicht Gottes suchen und finden
2. Das Grabtuch von Turin und das Bild von Manopello
3. Die Verehrung des Allerheiligsten in der Kirche

Zu 1. "Das Gesicht ist sehr aussagekräftig. Es ist das Tor zum Herzen des Menschen. Die Seele wird sichtbar im Gesicht. Menschen, die sich lieben, können sich nicht genug anschauen. Der Sinn der Fastenzeit ist, dass wir nicht von den Dingen der Welt besetzt sind." Er empfahl das Buch von Th. von Kempten: "Nachfolge Christi".
Der Pfarrer von Ars antwortete auf die Frage, warum er so oft stundenlang in der Kirche verweile und was er dort tue, “Nichts. Er schaut mich an und ich schaue ihn an!“
Zu 2. Alle Anwesenden erhielten Farbkopien - eine vom Grabtuch von Turin und eine weitere vom rätselhaften Schleierbild von Manopello

Der Weihbischof sagte: „Diese Reliquien offenbaren sich nicht der Neugier, sondern der Liebe. Es kann eine Form sein, wie Gott in der Kirche seine Präsenz zeigt. Wir können Jesu Leben und Leiden erahnen. Das Grabtuch von Turin wurde mit modernster Computertechnik untersucht. Man kann viele Aussagen dazu machen. Es ist anatomisch korrekt und eindeutig." Wir finden bei den Evangelisten Matthäus und Johannes unterschiedliche Aussagen zur Bestattung Jesu. Es wird berichtet von dem Leinentuch und Leinenbinden. Ganz sicher ist, dass das Grabtuch bei einem Gekreuzigten Verwendung fand, der dasselbe Martyrium erlitten hat wie Jesus. Es besteht eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass es sich um das wirkliche Grabtuch von Jesus handeln könnte.
Das Tuch hat seine Untersucher immer wieder überrascht: Es sieht bei Tageslicht unscheinbar aus wie ein „Negativ“, aber seine Aufnahme wird nach einer normalen fotografischen Entwicklung zu einem ausdruckstarken und anatomisch korrekten Gesicht. Das Tuch weist auch keine Verwesungsspuren auf. Sogar die Blutgruppe AB und die Körpergröße konnten noch bestimmt und es viele Details gefunden werden, die in seine Zeit und Region passten.

Auch das Schleiertuch von Manopello ist ungewöhnlich: Das Entstehen und die eigenartige farbige Wirkung des Gesichtes auf dem Tuch kann man bis heute nicht erklären, da Muschelseide keinerlei Farben annimmt. Der Papst empfahl, das Bild in das be­trachtende Gebet hineinzunehmen.
Zum Abschluss versammelten wir uns in der Kirche vor dem Allerheiligsten.
Ich selbst bin an diesem Tag nicht wegen des Themas gekommen, aber ich bin noch heute tief beeindruckt.
Es gibt so vieles in der Welt, was wir mit unserem Verstand nicht erklären können.


B. N.


Der Beitrag steht auch in AntoniusPiusBrief 111 von April 2011.


 

Eigenes Fenster !