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11.3. 2012: Besinnungsvormittag

Am 11. 03. 2012, am 3. Fastensonntag, konnten wir Prälat Gerhard Lange in der Antoniuskirche begrüßen.

Sein Thema lautete:

"Beten - die Sprache Gottes sprechen“

Etwa 25 Gemeindemitglieder und Gäste waren gekommen. Um 8 Uhr feierten sie zusammen die Heilige Messe. Danach fanden sie in einem Raum über der Kirche eine gedeckte Kaffeetafel vor. Es verstand sich in der Fastenzeit von selbst, dass es dazu nur Kleingebäck gab. Diese Stärkung schien schon angebracht, denn es wartete ein vermeintlich trockenes Thema, von dem man annahm, es schon genug zu kennen.
Aber es ging gar nicht um Aufzählungen der Bibelstellen, in denen Gott aus der Wolke spricht oder die Biografien frommer Beter, denen nachzueifern erste Christenpflicht ist. Wer Prälat Lange kennt, der weiß, dass es bei ihm sehr schnell aktuell und konkret wird, wenn er aus seiner Zeit als Mitglied der Bistumsleitung in DDR-Jahren spricht.

So ist es auch verständlich, dass er sich zuerst den Begriff „Hierarchie“ vornahm und seinen heutigen Gebrauch dem griechischen Ursprung und Verständnis gegenüberstellte. Er bezog sich dabei auf das Leben und die Theologie des französischen Kardinals und früheren Arbeiterpriesters Yves Congar (1904 - 1995). "Volk Gottes" und "Kirche als Communio" waren dessen Themen, mit denen er vielfach aneckte. Congars Verständnis einer nicht untergeordneten Rolle der Laien stellte Prälat Lange das gängige Bild von Hierarchie gegenüber, das, wie eine Pyramide, in ‚wenige Auserwählte oben‘ und ‚viele Sünder unten‘ einteilt .
Bald gab ich das Mitschreiben auf …

Die Aufmerksamkeit zog immer wieder an, wenn die Namen bekannter Politiker und Kirchenleute fielen, mit denen es Prälat Lange in seiner aktiven Zeit zu tun hatte.
Unversehens war es darüber Mittag geworden.

webmaster

Der Beitrag steht auch in AntoniusPiusBrief 117 von März 2012.

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