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17.3. 2013: Besinnungsvormittag

Am 5. Fastensonntag, konnten wir mit großer Freude den emeritierten Herrn Weihbischof Wolfgang Weider wieder in der Antoniuskirche begrüßen.

Zum Thema des Tages:
"Glaube in der Kirche - Persönlicher Glaube "

Die 33 Gemeindemitglieder waren früh aufgestanden, um um 8 Uhr die hl. Messe zusammen mit Weihbischof Weider zu feiern. Natürlich interessierte in diesen Tagen alle, wie es mit dem neuen Papst weitergeht. Darauf ging er in seiner Predigt auch ein, betonte aber, dass die katholische Kirche keine Partei und der Papst nicht ihr Vorsitzender ist. Von ihm einfach ein neues Programm beschließen zu lassen und dessen Durchführung anzuweisen - so ist Kirche nicht gedacht und verfasst. Warum und in welcher Weise die Kirche und der Glaube der Christen anders "ticken" als das in Radio, Fernsehen und bunten Blättern meist vermittelt wird, das erfuhren wir in den Stunden danach ...

Hier zunächst einige Fotos vom Tage:

Nach der hl. Messe: "Oben" beim Frühstück
Bald sind alle um den Tisch im größten Raum versammelt...
Nach der hl. Messe: "Oben" beim Frühstück
Bald sind alle um den Tisch im größten Raum versammelt...
Unten in der Kirche hängt das Hungertuch von 2013
... und am Kirchengebäude weht die Kirchenfahne: Es gibt einen neuen Papst!
Unten in der Kirche hängt das Hungertuch von 2013
... und am Kirchengebäude weht die Kirchenfahne: Es gibt einen neuen Papst!

Eine kurze Zusammenfassung von Wolfgang Weider selbst:

Besinnungstag im "Jahr des Glaubens" am 17. März 2013

Am 5. Fastensonntag waren es ca. 30 Personen, die sich mit Weihbischof Weider zur hl. Messe und
zu zwei geistlichen Impulsen trafen.
Der Glaubensinhalt der Kirche als Grundlage für den Glaubensakt des Einzelnen war diesmal das Thema. Dieser Glaube hat seinen Ursprung in der Botschaft Jesu, wie sie uns die Evangelien überliefern. Durch die Konzilien seit Nicäa im Jahr 325 bekam dieser Glaube allmählich eine immer festere Gestalt in den Glaubensbekenntnissen, die auch Symbola (griechisch: Zusammenfallendes) genannt wurden. Es bedeutet, dass jeder den Glauben nur als gebrochenes Stück in Händen hat, das seine Einheit und Ganzheit nur im Zusammenlegen mit den anderen finden kann. So wird der Glaube bei einer Erwachsenentaufe dem Einzelnen übergeben und erfährt in den anderen Sakramenten von Firmung und Eucharistie seine konkrete Ausgestaltung.

Nur was die ganze Kirche als Glaubensinhalt angenommen hat, gehört zum Glaubensgut der Kirche und kann auch nur von einem Konzil oder dem Papst in seinem Lehramt für alle verbindlich verkündet werden. In den einzelnen Katechismen ist dieser Glaube zusammen gefasst, damit jeder ihn in seine persönliche Beziehung zu Gott integrieren kann.
Glauben ist die persönliche Antwort eines jeden einzelnen auf Gottes Offenbarung. Brennender Dornbusch: "Ich habe das Elend meines Volkes gesehen, ich habe ihr Schreien gehört und bin herabgestiegen, um es herauszuführen in ein neues Land." Das wird konkret in der Menschwerdung Gottes durch Jesus Christus. Glauben heißt dann: sich vor Gott sehen lassen im Sakrament der Versöhnung, zu ihm rufen im Gebet, den Weg der Kirche mitgehen. Der Glaube ist ein Weg, der täglich neu begonnen werden muss. Er ist eine Entscheidung, die jeder Einzelne für sich persönlich zu treffen hat (Ich glaube). Aber niemand kann für sich allein glauben, weil er getragen ist von dem Glauben der Kirche vor ihm und mit ihm (Wir glauben).

Der Vormittag endete mit einer kurzen eucharistischen Anbetung in der Kirche. Dazu erhielt jeder ein Meditationsbild des Auferstandenen mit dem Apostel Thomas und einigen konkreten Fragen zum Glaubensleben für das persönliche Gebet.


Der Beitrag steht auch in AntoniusPiusBrief 124 vom 12. Mai 2013.


 

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