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F a s t e n z e i t

Sie beginnt 2015 am 18. Februar (Aschermittwoch) und endet am 4. April (Karsamstag).

Fastenzeit - was ist das?

Mit der 40-tägigen Fastenzeit bereitet sich die katholische Kirche auf das Fest der Auferstehung Jesu von den Toten an Ostern vor.
Diese Zeit, die am Aschermittwoch beginnt, wird auch "Österliche Bußzeit" genannt. Die Vorbereitungswochen vor dem höchsten christlichen Fest haben eine lange Tradition und sind bereits zu Beginn des 4. Jahrhunderts bekannt.

Fastenzeit - Diät ist angesagt. Nicht nur kalorisch. ...

Leider dürfen wir - aus rechtlichen Gründen -
den sehr anschaulichen Artikel
nicht mehr vollständig wiedergeben.

 

Bitte lesen Sie weiter bei nachfolgendem Link:


http://kirchensite.de/?myELEMENT=8319 (Bistum Münster)

4 0  Tage

Die Zahl 40 hat in der Bibel eine hohe Symbolkraft.
So wandert Elias 40 Tage zum Berg Horeb (1 Kön 19,8),
40 Tage bleibt Moses auf dem Berg Sinai (Ex 24,18) und
40 Jahre wandern die Israeliten durch die Wüste (Ex 16,35).
Die katholische Kirche hat die Dauer der Fastenzeit auf 40 Tage angesetzt, in Anlehnung an das
Fasten Jesu in der Wüste: (Mt 4,2). Übrigens wird auch das
Fest Christi Himmelfahrt 40 Tage nach Ostern gefeiert (Apg 1,3).

Dass man rechnerisch bei der Zeit von Aschermittwoch bis zum Karsamstag auf 40 Tage kommt, liegt an den ausgesparten Sonntagen. Diese zählen nicht zu den Fastentagen.


Quelle: http://www.katholische-kirche.de/2548_8540.htm (nicht mehr aktiv)

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Hungertuch - was ist das?

Mit dem Hungertuch hat das Hilfswerk Misereor eine alte Tradition belebt. An den tausend Jahre alten Brauch, vor Ostern den Altarraum der Kirche mit einem Hungertuch zu verhängen, erinnert noch die Redewendung "am Hungertuch nagen". Oft waren die Tücher mit Bildern aus der Leidensgeschichte Jesu bestickt und sollten die Christen während der Fastenzeit zu einem intensiveren Glauben mahnen. Weil die großen Hungertücher aus mehreren Teilen zusammengenäht wurden, entstand zunächst die Wendung "am Hungertuch nähen". Als der Brauch in Vergessenheit geriet, verwandelte sich das "Nähen" jedoch zum "Nagen". Dieses Wort war mit "Hunger" leichter in Verbindung zu bringen.

Misereor griff den Brauch Mitte der 70-er Jahre wieder auf. Sein Ziel ist es, Künstler aus der Dritten Welt alle zwei Jahre ein Glaubenszeugnis aus ihrem Kulturkreis schaffen zu lassen. So soll den Menschen in Deutschland während der Fastenzeit ein Anstoß für ihren Glauben gegeben werden. Zudem möchte das Hilfswerk die Gemeinschaft zwischen den Menschen der "Ersten" und der "Dritten Welt" aufzeigen. Eine weitere Absicht ist es, den religiösen und kulturellen Reichtum der wirtschaftlich unterentwickelten Länder sichtbar zu machen. Das Hungertuch zeigt, dass die Misereor-Aktion keine Einbahnstraße in Richtung arme Länder ist.

Während der letzten 20 Jahre ist das Hungertuch in Deutschland zu einem festen Bestandteil der Fastenzeit geworden. Es wird in vielen Kirchen aufgehängt und kleinere Abbildungen finden sich in Pfarrhäusern, Schulen, Kindergärten und Wohnungen. Sie sind Anregung für Predigten, Gottesdienste und Hilfsaktionen.

(Quelle: http://www.kathweb.de/port/artikel/121.php -nicht mehr aktiv)

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Hungertücher

2015

(1x Klicken vergrössert)

Hungertuch 2015

Das MISEREOR-Hungertuch 2015 „Gott und Gold – Wie viel ist genug?“ von Dao Zi © MISEREOR

Credo

Ich glaube,
dass du mehr hören willst
als die Glücksverheißungen der Geldhändler
und das Flüstern der Spekulanten,
das den Hunger auf die Erde legt.
Ich glaube,
dass du auch unsere Lieder vernehmen willst
und das widerständige Wort,
das am Hoffen hält.

Ich glaube,
dass du mehr sehen willst,
als die Fingerzeige der Börsenmakler
und das Krümmen der Rücken,
das die Lasten hebt.
Ich glaube,
dass du auch unsere Tänze schauen willst
und den aufrechten Gang,
der in die Freiheit führt.

Ich glaube,
dass du mehr fühlen willst
als das Drängen des Wettbewerbs
und das Kreisen der Ängste,
das nicht mehr schlafen lässt.
Ich glaube,
dass du auch unser Glück spüren willst
und die atmende Freude,
die die Liebe nährt.

Jacqueline Keune, Luzern

 

2013

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Hungertuch 2011/12

Wie viele Brote habt ihr?
Eine Betrachtung zum Misereor-Hungertuch 2013

Das MISEREOR-Hungertuch ist ein zentraler Bestandteil der MISEREOR-Fastenaktion. Jedes Jahr verwenden Gemeinden und Schulen das Hungertuch, um sich in der Fastenzeit und darüber hinaus mit drängenden Themen der sozialen Gerechtigkeit auseinanderzusetzen. Ejti Stih, eine international bekannte Künstlerin aus Santa Cruz de la Sierra/Bolivien, gestaltete das Hungertuch "Wie viele Brote habt ihr?

Eine alltägliche Frage ist es, die Jesus seinen Freunden stellt. Tausende von Männern, Frauen und Kindern umringen ihn seit Stunden, um ihm zuzuhören. Nun sind sie hungrig.
Wir kennen die Geschichte von der Brotvermehrung gut, sie ist einer der grundlegenden Texte des Christentums. Eine einfache Frage bringt die Menschen aus ihrem gewohnten Trott und zwingt zum Handeln. Der gemeinsame Tisch als zentrales Motiv des neuen Hungertuchs ist ein starkes Symbol für die Solidarität mit den Armen. Das Bekenntnis zum zupackenden Handeln im Sinne des Reiches Gottes verheißt ein Leben in Fülle.

Mehr in www.misereor.de/aktionen/hungertuch.html

2011/12

2009/10

Hungertuch 2009/10

Gottes Schöpfung bewahren - damit alle leben können

2007/08

Hungertuch 2007/08

Mehr - reich bebildert - erfahren Sie in:

http://www.misereor.de/aktionen-kampagnen/hungertuch.html

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(Verlautbarung* der Deutschen Bischofskonferenz) * Im Wortlaut übernommen. Farbliche Gliederung angepasst.)

Kirchliche Bußpraxis, Weisungen zur Bußpraxis

Kirchliche Bußpraxis

Durch Glaube und Taufe sind wir Christen mit Gott versöhnt und in die Lebensgemeinschaft mit Christus und seiner Kirche aufgenommen. Was wir in der Taufe als Gabe empfangen haben, das ist zugleich unsere Aufgabe: Immer mehr sollen wir die Lebensgemeinschaft mit Jesus Christus verwirklichen. Trotzdem vernachlässigen wir immer wieder unsere Berufung oder werden ihr durch unsere Schuld untreu. Durch die Schwäche und Sünde der einzelnen Christen bleibt auch die Kirche als Gemeinschaft hinter dem Auftrag des Herrn zurück. Uns allen gilt daher der Ruf Jesu: „Die Zeit ist erfüllt, das Reich Gottes ist nahe. Kehrt um und glaubt an das Evangelium". So müssen Buße, Umkehr und Erneuerung, die der Herr uns zu schenken bereit ist, eine Grundhaltung des Christen sowie der ganzen Kirche sein.

I. Bußzeiten

Von Anfang an haben die Christen feste Zeiten der Besinnung und der Buße gehalten und dabei erfahren, wie wichtig und hilfreich es für uns Menschen ist, Wege der Umkehr in bestimmten Zeiten immer wieder als Gemeinschaft der Glaubenden einzuüben.

1. Die Österliche Bußzeit

Alljährlich bereitet sich die Kirche in einer vierzigtägigen Bußzeit auf die österliche Feier des Todes und der Auferstehung des Herrn vor. In dieser Zeit suchen wir Christen, uns und unseren Lebensstil so zu ändern, dass durch Besinnung und Gebet, heilsamen Verzicht und neue Sorge füreinander, Christus wieder mehr Raum in unserem Leben gewinnt. Als einzelne und als Gemeinschaft machen wir uns bereit, in der Osternacht das Taufversprechen bewusst und entschieden zu erneuern und in dankbarer Freude mit Christus das Ostermahl zu halten.

Der Aschermittwoch und der Karfreitag

Am Aschermittwoch beginnt die Kirche mit einem gemeinsamen Fasttag ihren gemeinsamen österlichen Weg. Nach Möglichkeit nehmen die Gläubigen am Aschermittwochsgottesdienst teil und lassen sich als äußeres Zeichen der Bußgesinnung die Asche auflegen. Am Karfreitag feiert die Kirche ihren leidenden und gekreuzigten Herrn. Verbunden mit dem Herrn begeht sie diesen Tag als Tag der Buße und des strengen Fastens. In der Feier vom Leiden und Sterben Christi gedenkt sie des seligmachenden Todes ihres Erlösers. Die Kirche empfiehlt, das Fasten des Karfreitags auf den Karsamstag auszudehnen.

Drei Grundvollzüge in der Österlichen Bußzeit

Gebet: Wir handeln im Geiste Jesu und entsprechen dem Wunsch der Kirche, wenn wir in der Fastenzeit neu auf Gottes Zuwendung zu uns antworten und uns besonders darum bemühen, unser persönliches Beten und das Beten mit den anderen zu erneuern, zum Beispiel das Morgen- und Abendgebet, das Tischgebet, den "Engel des Herrn".

Gemeinschaft mit Gott sollten wir in dieser Zeit auch suchen durch Lesen der Heiligen Schrift, Besuch der Fastenpredigt, Teilnahme an Besinnungstagen, Exerzitien, Zeiten der Stille, Kreuzweg- oder Rosenkranzandachten. Vornehmlich erneuern und vertiefen der Empfang des Bußsakramentes und die Mitfeier der Eucharistie auch an Werktagen unsere Gemeinschaft mit Gott.

 Fasten und Verzicht:   Es ist eine Erfahrung aller geistlichen Tradition, dass das leibliche Fasten ein unerlässlicher Bestandteil jeder intensiveren Besinnungs­zeit ist, das gilt insbesondere, wenn diese Besinnungszeit von einer Gemeinschaft gehalten wird. Deshalb bleibt das Fasten an allen Werktagen der österlichen Bußzeit angera­ten. Wer nicht im strengen Sinn fasten kann, sollte sich wenigstens im Essen, Trinken und Rauchen, im unkontrollierten Gebrauch der Medien einschränken und auf Parties, Tanzveranstaltungen und ähnliche Vergnügungen verzichten. Durch das leibliche Fas­ten und alle Formen des Verzichtes gewinnen wir neue Freiheit gegenüber den eigenen Wünschen und Bedürfnissen und damit Freiheit für Gott und für den Menschen neben uns. Wir üben damit zugleich als einzelne und als weltweite Glaubensgemeinschaft jedes Jahr neu die Haltung jenes Konsumverzichtes ein, ohne den die Menschheit ihre Zukunft nicht bestehen wird.

Almosen und Werke der Nächstenliebe:    Seit alters haben die Christen es als einen besonderen Sinn des Fastens angesehen, mit den Armen zu teilen. Mehr noch als sonst im Jahr sollen wir Christen uns in der Fastenzeit sorgen um Menschen in leiblicher und seelischer Not, um Alte, Kranke und Behinderte, um mutlose, ratlose und verzweifelte Menschen, in denen uns Christus begegnet Von daher hat das am Ende der Fastenzeit erbetene Fastenopfer seinen Sinn.

Besonders wichtig ist unser Dienst an der Versöhnung in einer Zeit, die von vielen schmerzlichen Spaltungen heimgesucht wird. Lehrt doch der Herr selbst, dass vor dem Opfer die Versöhnung unter den Schwestern und Brüdern erfolgen muss. Diese ist eng mit der Bekehrung des Herzens verbunden. Sie ist der notwendige Weg zu einer Verständigung unter den Menschen. Der Auftrag zur Versöhnung gilt für uns jederzeit, aber in der österlichen Bußzeit sind wir aufgerufen, uns dieses Anliegen besonders zu eigen zu machen.

2. Die Freitage des Jahres

Umkehr und Erneuerung unseres Lebens sind uns das ganze Jahr über aufgetragen. Sie müssen unseren Alltag prägen in Ehe und Familie, in Arbeit und Freizeit, in Gesundheit und Krankheit. Daran erinnert das ganze Jahr hindurch der Bußcharakter des Freitags. Das Freitagsopfer - als Enthaltung von Fleischspeisen oder als Verzicht in anderen Formen - kennzeichnet allwöchentlich für uns Katholiken den Tag, an dem unser Erlöser gestorben ist, und bereitet uns vor auf den Sonntag, den die Kirche seit den ältesten Zeiten als den Tag der Auferstehung heiliggehalten hat.

II. Bußgottesdienst und Bußsakrament

Es gehört zu unseren bedrückenden Lebenserfahrungen, dass unter Menschen die Bitte um Vergebung ohne Antwort bleiben kann. Jesus Christus hat uns die grenzenlose Vergebungsbereitschaft Gottes verkündet und der Kirche den Dienst der Versöhnung aufgetragen. Diese Versöhnung verkündet und feiert die Kirche auf vielfältige Weise in gottesdienstlichen Formen.

Bußgottesdienst    In der Feier von Bußgottesdiensten wird besonders deutlich erfahrbar, dass die Kirche auch eine Kirche der Sünder und zugleich Ort und Zeichen der Versöhnung ist. Wir stehen mit unserer Schuld nicht allein vor Gott. Wir wissen uns als Glieder einer Gemeinschaft von Gläubigen, die oft hinter dem Auftrag Christi zurückbleibt. Bußgottesdienste bieten besondere Möglichkeiten der Bußverkündigung, der gemeinsamen und gründlichen Gewissenserforschung und der Neuorientierung einzelner, von Gruppen und der ganzen Gemeinde. Im Bußgottesdienst rufen wir gemeinsam das Erbarmen Gottes herab und erbitten im Namen Christi Versöhnung mit Gott und untereinander. Es erfolgt jedoch keine sakramentale Lossprechung. Daher dürfen Bußgottesdienste nicht mit der Feier des Bußsakramentes verwechselt werden. Dennoch sind sie sehr nützlich zur Bekehrung und zur Reinigung des Herzens. Bei wahrer Umkehr und Reue aus Liebe zu Gott werden Sünden vergeben. Es bleibt jedoch die Pflicht, die schweren Sünden im Bußsakrament zu bekennen.

Bußsakrament         Unter den gottesdienstlichen Formen der Buße nimmt das Bußsakrament eine herausragende Stellung ein. Der Herr hat es als Geschenk seiner Güte und ''Menschenliebe" zur Vergebung der Sünden, die nach der Taufe begangen wurden, gestiftet und der Kirche anvertraut. Das persönliche Bekenntnis, das dem Charakter von Schuld und Sünde als einem zuliefst personalen Geschehen entspricht, ist Begegnung des Sünders mit dem verzeihenden Gott. Es ist die Geste des verlorenen Sohnes, der zum Vater zurückkehrt und von ihm mit dem Friedenskuss empfangen wird. Das konkrete Bekennen unserer Schuld fordert eine gute Gewissenserforschung, denn es ist wichtig für unser Wachstum im Glauben, unsere Grundeinstellung und ethischen Maßstäbe in überschaubaren Zeitabständen zu überprüfen, tiefer liegende Fehlhaltungen zu entdecken und uns immer wieder neu der Liebe Gottes zu öffnen. So hilft das individuelle Be­kenntnis, uns entschiedener vom Bösen abzuwenden und es eröffnet die Mög­lichkeit geistlicher Führung. Der Priester als Verwalter des Bußsakramentes bandelt „in der Person Christi". So versichert uns der Glaube, dass der reuige Sünder bei der Lossprechung der Macht und dem Erbarmen Gottes begegnet und Verzeihung seiner Sünden erhält. Zugleich hat dieses Sakrament eine soziale Dimension. In ihm steht die ganze Kirche dein Büßer bei und nimmt ihn wieder in ihre Gemeinschaft auf und das umso mehr, als die ganze Kirche durch seine Sünde verletzt und verwundet worden ist.

Der häufige Empfang des Bußsakramentes stärkt das Bewusstsein, dass auch die täglichen Sünden Gott beleidigen und die Kirche, den Leib Christi, verwunden Vor allem aber ist hervorzuheben, dass die Gnade, die dieser sakramentalen Feier eigen ist eine große Heilkraft besitzt und die Wurzeln der Sünde auszureißen hilft. Besondere Anlässe für den Empfang des Bußsakramentes sind z.B.: Die Hochfeste des Kirchenjahres, insbesondere das Osterfest, besondere liturgische Feiern (z.B. Taufe, Erstkommunion, Firmung, Trauung, Todesfall in der Familie).

 

Weisungen zur Bußpraxis

1. Aschermittwoch und Karfreitag                  

Der Aschermittwoch und der Karfreitag sind strenge Fast- und Abstinenztage. Der katholische Christ beschränkt sich an diesen Tagen auf eine einmalige Sättigung (Fasten) und verzichtet auf Fleischspeisen (Abstinenz). Die Verpflichtung zum Fasten betrifft Erwachsene vom vollendeten 18. Lebensjahr bis zum Beginn des 60. Lebensjahres Das Abstinenzgebot verpflichtet jeden Katholi­ken vorn vollendeten 14. Lebensjahr bis zum Lebensende. Entschuldigt ist, wer durch Krankheit, auf Reisen, am fremden Tisch oder durch schwere körperliche Arbeit am Fasten und an der Abstinenz gehindert ist. Neben der einmaligen Sättigung ist am Fasttag zu den beiden anderen Tischzeiten eine kleine Stärkung erlaubt.

2. Fastenopfer                   

Jeder Christ soll je nach seiner wirtschaftlichen Lage jährlich, womöglich am Ende der österlichen Bußzeit, ein für ihn spürbares Geldopfer für die Hungernden und Notleidenden geben.

3. Die Freitage des Jahres                     

Alle Freitage des Jahres sind im Gedenken an das Leiden und Sterben des Herrn kirchliche Bußtage, an denen der Christ zu einem Freitagsopfer verpflichtet ist; ausgenommen sind die Freitage, auf die ein Hochfest fallt. Zum Freitagsopfer ist jeder Katholik vom vollendeten 14. Lebensjahr bis zum Lebensende verpflichtet. Das Freitagsopfer kann verschiedene Formen annehmen: Verzicht auf Fleischspeisen, der nach wie vor sinnvoll und angemessen ist, spürbare Einschränkung im Konsum, besonders bei Genussmitteln, Dienste und Hilfeleistungen für den Nächsten. Das durch das Freitagsopfer Ersparte sollte mit Men­schen in Not brüderlich geteilt werden. Auch eine andere spürbare Einschrän­kung im Konsumverhalten ist denkbar. Das Zeugnis eines gemeinsamen Freitagsopfers hat zudem seinen besonderen Wert. Dem Sinn des Freitagsopfers entsprechen auch: Gebet und andere Frömmigkeitsübungen, eine wirkliche Einschränkung und der Dienst am Nächsten.

4. Bußgottesdienst                      

Bußgottesdienste sollen im Leben jeder Gemeinde einen festen Platz haben. Im Advent und in der österlichen Bußzeit sollen sie der entfernteren Vorbereitung auf die kommenden Hochfeste dienen. Bußgottesdienste haben so einen eigen­ständigen Charakter. Sie sind aber kein Ersatz für das Bußsakrament.

5. Bußsakrament

Das Bußsakrament ist das vom Herrn gestiftete Sakrament der Versöhnung. Bei allen schweren Sünden ist sein Empfang unerlässlich. Unter schwerer Sünde versteht die Kirche, dass sich der Christ in wichtiger Sache bewusst und frei gegen Gottes Willen und Ordnung entscheidet, wie sie in der Kirche verkündet werden; denn durch solches Tun wendet er sich von Gott und der Gemeinschaft der Kirche ab.

Wer sich in schwerer Sünde von Gott abgewandt hat, muss umkehren und sich durch den Empfang des Bußsakramentes versöhnen lassen, ehe er zum Tisch des Herrn hinzutritt. - Auch denen, die sich keiner schweren Sünde bewusst sind, empfiehlt die Kirche, in Zeitabständen, in denen das eigene Leben noch überschaubar ist, das Bußsakrament zu empfangen.

Weisungen zur Sonntagsfeier und Osterkommunion

Ein katholischer Christ ist verpflichtet, an jedem Sonntag und gebotenen Feiertag die hl. Messe mitzufeiern. An Sonn- und Feiertagen ohne schwerwiegenden Grund die Eucharistie­feier zu versäumen, ist eine ernsthafte Verfehlung vor Gott und der Kir­che.

An Ostern feiert die Kirche in der Freude des neuen Lebens gemeinsam das große Fest der Erlösung: Tod und Auferstehung des Herrn. Darum soll jeder Christ wenigstens einmal im Jahr, und zwar in der österlichen Zeit (Aschermittwoch bis Pfingstsonntag) in voller Weise an der Eucharistiefeier teilnehmen, indem er auch zum Tisch des Herrn geht.

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Reinfried Mooz - webmaster    


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