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Kirchweihfest der St. Antoniuskirche am 16. 11. 2014

Am Sonntag, dem 16.11. versammelte sich die Gemeinde, um in der Eucharistiefeier Gott zu danken für seinen Schutz und Segen, mit dem er St. Antonius über 100 Jahre begleitet hat. Unser kleiner Chor und 4 Ministranten gaben dem Gottesdienst einen festlichen Rahmen.
Der Nachmittag begann mit der Feier der Vesper in unserer Kirche und ging dann weiter mit dem angekündigten Bericht von Schwester Martha über ihren Aufenthalt in Peru. Schwester Martha gehört der Gemeinschaft "Brot des Lebens" an, die auf unserem Gemeindegebiet in der ehemaligen St. Nikolauskapelle seit 9 Jahren angesiedelt ist. Diese Gruppe wurde 1976 in Frankreich gegründet, ist augenblicklich in ca. 25 Ländern vertreten und will mit den Ärmsten in Not und Armut leben.
Von dieser Not konnten wir dann in dem Bildbericht von Schwester Martha erfahren, die für ein halbes Jahr in einem kleinen Dorf in den Bergen (ca. 1.400 m hoch) des Amazonas-Regenwaldes gelebt und gearbeitet hat. Ca. 25 Stunden Busfahrt auf unterschiedlichem Straßenprofil und dann 4 Stunden Fußweg mit schwerem Gepäck auf oft unwegsamen Gelände benötigt man, um von Lima zu ihrer Niederlassung zu gelangen. Nach der Überquerung von 6 Flüssen ist man dann in dem Dorf, wo ungefähr 80 Familien jenseits von uns gewohnter Zivilisation ohne Elektrizität und medizinische Betreuung leben. Die Häuser sind ohne Fenster und mit offenen Feuerstellen ausgestattet, um den klimatischen Bedingungen standzuhalten. Ursprünglich waren es Goldsucher, die sich dort ansiedelten. Inzwischen lebt man überwiegend vom Anbau landwirtschaftlicher Erzeugnisse und den vielen Früchten, die dort wachsen: eine Art von Kartoffeln, Zitrusfrüchte, Bananen, Kaffee, Kakao, Coca-Pflanzen u.a.. Coca wird dort seit ca. 20 Jahren angebaut und dient als Nahrungs- und Stärkungsmittel, vermindert das Hungergefühl und ist Quelle lebenswichtiger Vitamine. Leider ist es aber auch Grundlage für die Herstellung von Drogen und dient damit dem Gelderwerb, das u.a. auch dafür benötigt wird, den Schulbesuch der Kinder zu finanzieren. Besondere Höhepunkte sind Tage, an denen ein Priester kommt (2 - 5 mal im Jahr). Wie reich gesegnet sind wir doch hier - trotz Diaspora!
Vor und nach dem Vortrag von Schwester Martha haben Jugendliche unserer Gemeinde 2 lustige Sketche vorgetragen, die uns zwischendurch auch zum Lachen brachten.
Bei der anschließenden Kaffeetafel in den Gemeinderäumen wurde ausgiebig über den Peru-Bericht weiter diskutiert.
Allen fleißigen Helfern, die zum Gelingen beigetragen haben, sei herzlich gedankt.

W. G.

(Ubernahme aus dem AntoniusPiusBrief Nr. 133)

 
Einladung
 
Antoniuskirche: Hl. Messe am Vornittag
 
14-Uhr: Vesper in der Antoniuskirche
 
Sketch "PC für Senioren"
 
Sketch "Mehr Kirchenbesucher"
 
Schwester Martha u. Diakon Willsch als Übersetzer
 
Schwester Martha wird gelobt
 
Kaffeerunde 1
 
Kaffeerunde 2
 
Im Spielezimmer


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