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PKW-Fahrt nach Niederfinow-Chorin-Eberswalde am 3.9. 2011


Auf zwei Änderungen hatten sich die 29 Teilnehmer der "Rentnerfahrt" in diesem Jahr eingestellt:
Nach der "Reisemesse" um 9 Uhr ging es ohne morgendliches Frühstück in St. Antonius los und diesmal lockten relativ nahe Ziele im Berliner Umland. Die 7 Autos waren voll besetzt und alles sah nach einer einfachen Tour aus. Aber die Konkurrenz mit den vielen Autos, die bei sonnigem Wetter zum Einkaufen und in die Natur unterwegs waren, sorgte schon am Stadtrand für Staus und erforderten geschickte Umfahrungen.

Wer das Schiffshebewerk in den letzten Jahren nicht mehr gesehen hat, wird Augen gemacht haben: Die Baustelle der neuen und viel größeren Schleuse ist aus dem Tiefbau heraus und Kräne bestimmen weithin das Bild. Für die Besucher wurde ein ganz neuer Aufstieg hergerichtet, der an die Serpentinenbesteigung eines Berges erinnert und für Kinder wie Ältere leichter begehbar als die alte Treppe ist. Oben angekommen, wurden wir mit der Einfahrt eines beladenen Lastkahns (von Berlin her kommend) in den wassergefüllten "Trog" belohnt. Aber erst das Anlaufen und Verschieben der vielen Tragseile und Gegengewichte sorgt dann für die Faszination, die noch immer von diesem Bauwerk von 1934 ausgeht. Unten konnte man das "Ausfahren" des Schiffes zur nahen Oder beobachten. Zuvor musste es sich aber an den bereits geschleusten hinteren Teil des Schubverbandes ankoppeln. Diese Schiffsteilung wird im längeren Trog der neuen Anlage nicht mehr nötig sein.
Etwas entfernt waren wir dann zum Mittagessen in der Gaststätte "Am Schiffshebewerk" angemeldet. Egal, ob man draußen unter Sonnenschirmen oder drinnen saß - es schmeckte und das Servieren der Wahlgerichte ging zügig.

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Gruppenfoto bei der Schleusung
 
 
derzeitiges Hebewerk von 1934
Baustelle des neuen Hebewerkes
 

Das war gut so, denn am Kloster Chorin wartete bereits unser Klosterführer, ein ehemaliger Ranger des Nationalparks Schorfheide. Sein Herangehen an die Bau- und Kirchengeschichte "von außen" unterschied sich ziemlich von den theologisch-akademisch geprägten Führungen in noch aktiven Kirchen. Zumindest hörte man da aufmerksamer hin und erfuhr mehr "weltliches" als sonst - etwa über die Hierarchien und die Mitbestimmung bei den Zisterziensermönchen. Wird in Kirchenführern als größte Katastrophe das Plündern des Klosters im 30-jährigen Krieg durch die evangelischen Schweden beschrieben, so erfuhr man von ihm, dass die Jahrhunderte danach andauernde weltliche Fremdnutzung für die Bausubstanz noch viel schlimmer war. Erst Preußens großer Baumeister Schinkel setzte 1810 diesem Abbruch und Verfall ein Ende.

Schön, dass gleich nebenan die "Alte Klosterschänke" lag, die uns zu Kaffee und Kuchen erwartete. Unter hohen Bäumen am Seeufer saß es sich gut.

Klosterführung im Sitzen - Außenansicht der Anlage
Gruppenfoto am Tor zum Innenhof
im Kreuzgang
im Innenhof
eine echte Nonne begegnete uns
ein falscher Mönch: Nur ein Plakat in der Klosterausstellung ...

Um 17 Uhr waren wir gewöhnlich längst auf der Rückfahrt, aber weil Berlin so nahe war, wurde dann noch ein Programmpunkt aufgenommen, der immer dazugehörte - ein Besuch in der katholischen Kirche am Ort. Diesmal in "St. Peter und Paul" in Eberswalde, wo Pfarrer Bernhard Kohnke seine Kirche und Gemeinde vorstellte.
Hier wurde dann auch das obligatorische Gruppenfoto gemacht. Da waren allerdings nicht mehr alle dabei.

So war der Tag vielleicht etwas überladen, aber unterhaltsam und sonnig zugleich.
Solche Tage gab es zuletzt zu wenig.

Reinfried Mooz - webmaster


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