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2009

Herbstferien und RKW

im St-Otto-Heim

in Zinnowitz ...


Zinnowitz - RKW : "Um Himmels Willen - Dein Reich komme"

Bericht von der RKW 2009

Auch in diesem Jahr fand wieder die RKW in Zinnowitz statt. Sie stand unter dem Thema: "Um Himmels Willen - Dein Reich komme". Es hatten sich 28 Kinder im Alter von 6-17 Jahren angemeldet, dazu kamen drei Helfer und Käpt'n.

Am Samstag, dem 17.10.2009, trafen sich alle voller Erwartungen und Vorfreude am Ostbahnhof. Von dort aus fuhren wir mit der S-Bahn bis Hauptbahnhof und dann mit dem IC bis Züssow. Wir stiegen in die UBB um und kamen pünktlich zum Kaffeetrinken in Zinnowitz an. Am Nachmittag gingen wir zum Strand und genossen die gute Meeresluft. Anschließend spielten wir das erste Mal Verstecken im Wald, allerdings noch im Hellen, um die Umgebung "kennenzulernen". Nach einem warmen Abendbrot spielten wir alle zusammen Kennlernspiele.

Der Sonntag begann mit einer Messe vor dem Frühstück. Basti und Richi ministrierten. Am Vormittag verschafften uns einen kleinen Überblick über das Hungertuch und das Thema. Darauf folgten gruppengetrennte Spiele (die Kleinen aus den Klassen 1-4, die Großen alle ab Klasse 5). Nachmittags spielten alle gemeinsam Völkerball, Brennball und Komm-mit-Lauf-weg. Nach dem Abendbrot ging es in den Wald zum Verstecken im Dunkeln.

Am Montag fand die erste Katechese statt und zwei der neuen Lieder wurden eingeübt. Das Tagesthema lautete: "Ich staune über deine Schöpfung". Im Anspiel wurde uns die Friedensnobelpreisträgerin Wangari Muta Maathai vorgestellt, die die Friedensbewegung "Green Belt Movement" gründete. Wir spalteten uns wieder in die Gruppen. Die Großen bastelten Collagen zum Thema "kaputte" und "heile" Schöpfung. Vor dem Mittag feierten wir einen kurzen Wortgottesdienst. Am Nachmittag veranstalteten wir das Stadtspiel. Sieben Gruppen von je drei Leuten suchten in Zinnowitz neun Verkleidete. Gesine, Klara und Vicy sammelten die meisten Punkte und gewannen. Paul hatte sich so gut verkleidet, dass er von keinem gefunden wurde. Abends konnte, wer wollte, wieder in den Wald gehen.

Der Dienstag stand unter dem Thema "Ich übe mich in Gerechtigkeit". Der Friedensnobelpreisträger, den wir an diesem Tag kennenlernten, hieß Muhamad Yunus. In der Katechese der Großen füllten wir einen Fragebogen aus, bei dem es darum ging, für ein Problem die - unserer Meinung nach - gerechteste Lösung zu finden. In Gruppen verglichen wir unsere Ergebnisse, bei denen wir uns zum Teil einig und zum Teil sehr uneinig waren. Vor dem Mittag feierten wir eine Messe. Am frühen Nachmittag fuhren wir mit dem Zug; die Größeren bis Koserow, die Kleineren bis Zempin. Von da aus wanderten wir am Strand bis Zinnowitz zurück. Der Weg führte direkt ins Kino, wo wir uns "Wickie und die starken Männer" ansahen. Weil es schon sehr spät war, fand kein Versteckspielen mehr statt, sondern die Großen spielten drinnen Bürgermeister, Zublinzeln, ein Quiz u.ä.

Der Mittwochvormittag war wieder mit Katechese gefüllt. Die Großen bastelten eine Art "Mesusa". Dabei handelte es sich bei uns um eine Streichholzschachtel, die mit buntem Papier beklebt war und auf der "Haus des Friedens" stand, denn das Thema des Tages war: "Ich wage den Frieden". Der Höhepunkt des Tages lag jedoch in der Mittagspause. Im Fußballspiel gegen Mauritius siegte Antonius 7:4. Nach vielen Jahren musste nun diesmal Mauri traurig den Platz verlassen. Bei uns war die Freude umso größer. Die Hochstimmung hielt sich auch während des Wikingerspiels am Nachmittag. Basti, Jan und Merveil gewannnen. Der Tag klang bei einem Lagerfeuer aus.
Am Donnerstag fuhren wir nach dem Frühstück mit dem Bus nach Polen. In Swinemünde stieg eine sehr nette Reiseleiterin namens Patricia zu, die uns durch den Tag begleitete. Nach drei Stunden Fahrzeit kamen wir in Stettin an. Wir besichtigten die Kirche Johannes der Täufer, in der eine Tafel hing, auf welcher die Namen dreier Geistlicher festgehalten waren. Diese waren dort in der Nazi-Zeit festgenommen und später hingerichtet worden, weil sie den Londoner Rundfunk gehört und in einem Kreis mit anderen darüber gesprochen und diskutiert hatten. Außerdem sahen wir uns die Jakobus-Kirche an, welche die Bischofskirche von Stettin ist. Die Kräfte wurden bei McDonalds aufgetankt. Danach fuhren wir weiter nach Cammin, das bis Kriegsende zum Bistum Berlin gehört hatte. Auch dort sahen wir uns eine Kirche an, die ebenfalls nach Johannes dem Täufer benannt war. Leider war dies ein sehr kurzer Aufenthalt, weil bereits 10 Minuten später eine Rosenkranzandacht war. Die Rückfahrt verlief ohne Zwischenfälle. Wer abends noch in den Wald gehen wollte, konnte das tun.

Der Freitag stand unter dem Thema: "Ich lebe in Gemeinschaft". Wir sprachen über Mutter Teresa. Anschließend schrieben die Großen Karten an ältere Gemeindemitglieder. Die Abschlussmesse feierten wir vor dem Mittag. Etwa die Hälfte der Kinder und Jugendlichen ging in der Mittagspause schwimmen, einige andere ließen Drachen steigen und der Rest blieb im Haus. Nach dem Kaffee spielten wir Staffelspiele jeglicher Art. Ob wir Stelzen laufen sollten oder Montagsmaler spielten oder Scherzfragen beantworteten, alles bereitete uns viel Freude und sorgte für gute Laune. Allerdings zog sich das Ganze bis spät in den Abend. Die Helfer und die drei großen Mädchen Fine, Lotte und Emma bereiteten das Buffet vor, das alle Hungrigen sättigte. Käpt'n erhielt als Dankeschön für die gesamte RKW einen Korb mit 32 gefalteten Friedenskranichen. Jeder Kranich trug eine Unterschrift. Auch die Helfer bekamen Geschenke. Als Abschluss schauten wir uns alle zusammen den Film an, der die Woche über von Richi und Norbert gedreht worden war.

Samstag mussten wir leider schon wieder abreisen. Die Bimmelbahn "Else" fuhr uns nach Trassenheide, wo wir uns ein umgekehrt gebautes Haus ansahen. Auch die Einrichtung hing an der Decke, wodurch man tolle Fotos machen konnte. Vielen von uns war am Anfang unwohl, denn unser Kopf kommt im ersten Moment mit solche einer verkehrten Welt nicht zurecht. Die Zugfahrt verlief unspektakulär und am Ostbahnhof wurden wir freudig von wartenden Eltern empfangen.

Ein riesengroßer Dank geht noch einmal an Käpt'n für diese tolle RKW und ein ganz herzliches Dankeschön auch an die Helfer Heike, Viki und Norbert. Und last but not least sei Elias und Fine für die musikalische Unterstützung gedankt.

(die Verfasser von Text und Song müssen sich noch zu ihren Namensangaben äussern
)

Warten an der Fähre nach Swinemünde
Zwei von uns beim Stadtspiel
Am "umgekehrten Haus" in Trassenheide
Am WC - alles Ansichtssache
Tanz auf der Regenschirmspitze


SONG RKW 2009

 

1+2: Wir kamen letzten Samstag,
wie immer mit der Deutschen Bahn.
Im INTERCITY luxuriös,
wars fahren einfach furios.

Am Sonntag Heilge Messe dann,
die fing schon früh um achte an.
Am Nachmittag war Völkerball
und Brennball ist doch klarer Fall

Refrain: HEY HEY OTTO OTTO-HEIM
WIR WAREN WIEDER DA
HEY HEY OTTO OTTO-HEIM
MACHS GUT BIS NÄCHSTES JAHR
NA NA NA NA NA
NA NA NA NA NA NA
ZINNOWITZ IST WUNDERBAR

3+4: Wie Gottes Schöpfung hier,
wir pflegen soll´n das lernten wir.
Drann war´s am Montagvormittag,
der erste Katechesetag.

Beim Stadtgeländespiel
war´s Paradies das edle Ziel,
und man die Himmelsleiter fand,
nur mit viel Punkten in der Hand

5+6: Am Dienstag macht man uns bekannt
mit einem Mann Yunus genannt.
Gerechtigkeit wir üben solln
und dass wir das auch wirklich wolln.

Die Wanderung am Strand war doll
und auch die Sonne schien wie toll.
Nicht nur der Josua einsehn muss,
man kriegt da schnell nen nassen Fuß


7+8: Der Käptn fragte wolln wa gehn
im Kino uns nen Film ansehn?
Dort und im Überraschungsei,
Wickie aus Flake war dabei.

Endlich warn die Kinder brav
und Norbert fand mal etwas Schlaf.
Im Kinosessel war´s schön weich,
da fiel ins Koma er sogleich.

9+10: Tutu, Mandela und de Klerk
stehn für ein großes Friedenswerk.
Ein Beispiel wie Versöhnung geht,
damit sich´s weiter friedlich lebt.

Und weil uns das so gut gefiel,
durfte Basti gewinnen das Wikingerspiel.
Und eines macht uns wirklich Mut,
dass man sich doch ganz gut vertrug.

11+12: Donnerstag´s fuhrn wir nach Stettin,
um uns zwei schöne Kirchen anzusehn.
In Sankt Johannes man ne Tafel fand,
drauf standen Namen die jetz sehr bekannt.

Drei Stunden dann durch Pommernland,
Marcell nur mit Nintendo überstand.
Und Dagmar ja die war ganz scharf,
weil man im Bus nicht krümeln darf.

13+14: Was Mutter Teresa Gutes tat,
erfuhren wir am letzten Tag.
Da nun die Katechese ist vorbei,
beginnen kann die Feierei.

Fahrn alle wir nun gutgelaunt,
die Ostsee nochmal leise raunt.
Geht´s morgen früh nach Hause dann,
ein jeder sich darauf freuen kann

15: Etwas Historisches ist noch passiert,
dass Mauri gegen uns verliert.
Das war am Mittwochnachmittag,
was keiner nie vergessen mag!

 

 

Die Fotos sind von N.H. und J.U.

 

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