Home   Home \ Kirchen \ St. Pius




1 8 9 7  Bau des Leo-Hospizes
(heutiges Kirchengebäude)
1 8 9 8   Einweihung der Kapelle
und des Leo-Hospizes
1 9 0 8   Errichtung der
St. Antonius - Kuratie
1.   Pfarrer der Gemeinde:
Josef Baron (*1875 + 1953
)
1909 - 1914  
Umgestaltung der Gaststätte
zum Kirchenraum
1 9 1 5   die Kuratie wird Pfarrei


1 9 2 1 Hochaltar von Georg Schreiner
1 9 2 5 Fenster nach Entwürfen des Malers Schellhasse
1928/29 Kanzel u. Seitenaltäre von
Otto Hitzberger
 
1944/45 Zerstörungen an Kirche und Pfarrhaus

1 9 5 1 Verabschiedung
des 76-jährigen Pfarrers J. Baron
1 9 5 1 Administrator : Pfarrer Dr. Kurt Heinrich ( *1894 +1986 )
1 9 5 2    2. Pfarrer der Gemeinde:
Pfarrer Werner Hennig
( *1905 + 1983 )
1 9 5 2 Konsekration der
Kirche durch Bischof
Wilhelm Weskamm


1 9 7 0 Sprengung des Pfarrhauses
1971 - 1975 Umbau der Kirchengebäudes
1 9 7 2 Verabschiedung von
Pfarrer Werner Hennig
1 9 7 2   3. Pfarrer der Gemeinde:
Pfarrer Hans-Joachim Birkhahn
(*1935 )
1 9 7 5 Einweihung des neuen Altares durch Weihbischof Johannes Kleineidam

2 0 0 3 Fusion mit St. Pius und St. Nikolaus -
Name der Gemeinde:
St. Antonius.
Pfarrkirche der Gemeinde:

Piuskirche






 

St. Antonius - Geschichte + Kirchengebäude
St. Antonius - Kirchenpatron

1860 befand sich in der Rüdersdorfer Straße ein Gasthaus. 1897 wurde das Grundstück vom katholischen Arbeiterverein gekauft und ein Hospiz eingerichtet, das nach dem Papst Leo XIII. benannt wurde. Dieser hatte sich als erster Papst mit der dringlichen Frage der Industriearbeiter auseinandergesetzt. Das Leo-Hospiz bot eine erste Betreuung für die am Schlesischen Bahnhof, dem heutigen Ostbahnhof, ankommenden Katholiken. 1908 wurde die kleine im Hospiz befindliche Antonius-Kapelle die Kirche der neuen Antoniusgemeinde, die von dem damals riesigen Gebiet der Piusgemeinde abgetrennt worden war.

Diese kleine Kapelle, in der sich der erste Altar der Gemeinde auch noch heute befindet, war ein Anbau an die Gastwirtschaft und durch eine Falttür von dieser getrennt. Bei Gottesdiensten wurde diese Tür geöffnet, in der Kapelle befand sich der Geistliche und in dem Gastraum die Gemeinde. Im Laufe der nächsten Jahre gelang es dem ersten Pfarrer der Gemeinde langsam, den Gastraum zu einem Gottesdienstraum umzugestalten. 1913 wurde eine Orgel aufgestellt, 1914 kam der erste Hochaltar.

1921 wurde der neue, für die damalige Zeit tief beeindruckende Hochaltar eingeweiht. Glücklicherweise gibt es das Hauptstück heute noch. Einige Jahre später wurde eine Kanzel aufgestellt mit der Figur des hl. Antonius auf dem Schalldeckel und Darstellungen seines Lebens auf der Kanzeltreppe. Diese schöne Schnitzarbeit der Kanzel befindet sich heute im Treppenaufgang des Pfarrhauses. Die Figur des Antonius steht heute rechts neben dem Hauptaltar, während links die Statuen der beiden alten Seitenaltäre stehen, Maria mit dem Jesuskind und Josef.

1970 wurde das Gebäude des Pfarrhauses an der Rüdersdorfer Straße gesprengt.
In den Folgejahren wurden im Halbkreis um die verbliebenen Kirchengebäude Neubauten errichtet, die von der Wedekind- und Rüdersdorfer Straße bis zur Straße der Pariser Kommune reichen. Auch der angrenzende Kindergarten und der Spielplatz wurden damals angelegt.

1971 - 1975 war wieder eine Umbruchzeit für die Gemeinde:
Innen im Kirchengebäude wurde der Altar in neuer Form an die Ostseite versetzt und das Pfarrhaus in seiner heutigen Gestalt ausgebaut.

Das Haus beherbergt heute mehrere Wohnungen und verschiedene Gemeinderäume, die nicht nur für den Religionsunterricht, sondern auch für Spiele und Festlichkeiten genutzt werden. Sehr nachgefragt ist auch die 1980 von Gemeindemitgliedern im Keller errichtete Kegelbahn. Aber auch Tischtennis kann gespielt werden.

St. Antonius ist keine Kirche auf dem Hinterhof mehr. Viele können auf sie sehen - und auch ohne auffälligen Kirchturm ist sie ein schmuckes altes Bauwerk in ihrer jungen Umgebung.

Bemerkenswert: Die Kirche hat Fernheizung und eine Rampe für Rollstuhlfahrer!

Nur der Ortsunkundige hat mit der Adresse Rüdersdorfer Str. 45a ein Problem:
Er muß wissen, daß er von der Fredersdorfer Straße kommen muß ...

Mit der Fusion von 2003 bekommt das Gemeindegebiet von St. Antonius Zuwachs - denn darin gehen auch die bisherigen Gemeinden St. Pius und St. Nikolaus auf.

Susanne Bogatzki


top